Der Winter 2016/2017 war kalt, in Teilen bitter kalt! Es kommt nicht häufig vor, dass man dünne Eisschollen auf dem Main beobachten und auf Bildern festhalten kann. Am 27. Januar 2017 kurz vor 18 Uhr hatte ich mich samt Equipment für die Langzeitfotografie zur blauen Stunde am Frankfurter Mainufer eingefunden. Entgegen sonstiger Tage/Abende hatte ich an diesem Abend keine Probleme einen schönen Aufnahmeplatz zu finden, im Gegenteil.

Während man häufig, weil einfach zu spät dran, mit den schlechteren Plätzen am Mainufer bzw. auf den jeweiligen Brücken Vorlieb nehmen muss, hatte ich an diesem Abend freie Auswahl. 🙂 Mir ist kein einziger Fotograf begegnet!

Auf Grund der Wetterverhältnisse (der eisige Wind machte mir bei der Kamerabedienung schon zu schaffen ), hatte ich mich für das schwerere Stativ MK055XPRO03 aus Aluminium von Manfrotto entschieden. Es wiegt 3,5 Kilogramm und verfügt über ein 90° Mittelsäulensystem, mit dem die Kamera zur Seite geschwenkt werden kann, was über Wasser zwar riskant ist, aber manchmal muss man es darauf ankommen lassen. 😉

Für den Aufbau im Dunklen habe ich immer eine Stirnlampe aus dem Bergsport dabei. Sie ist klein, leicht und nicht zu hell. Mit ihrer Hilfe konnte ich den Aufbau des Aufnahme-Sets schnell bewerkstelligen und wenig später konnte es losgehen…die Suche nach dem aus meiner Sicht besten Aufnahmewinkel. Die Frankfurter Skyline wächst und wächst, auch für die nächsten Jahre sind weitere Hochhäuser in der Main-Metrople geplant.

Der Eiserne Steg bildet den Vordergrund und der Commerzbank-Tower steht dominant im Mittelpunkt. Rechts im Bild erkennt man so gerade eben noch die geschichtsträchtige Frankfurter Paulskirche. Mir ist gleich der Scheinwerfer am Baukran des neues WINX Tower (The Riverside Tower) aufgefallen, der nach seiner Fertigstellung einen urbanen Nutzungsmix aus Geschäften, Büroflächen und exklusive Wohnungen bieten wird.

Schnell waren die Parameter für die Aufnahme gesetzt. Auf Grund der nicht wirklich berauschenden Low-Light-Eigenschaften der Canon EOS 5Ds (normal nutze ich sie für Studioaufnahmen und Interieur-Fotografie) war klar, dass es ISO 100 sein MUSS, denn bereits ab ISO 400 entsteht bei der Kamera ein starkes Bildrauschen. Die dünnen Eisschollen sollten leichte Schlieren bzw. Streifen auf der Wasseroberfläche erzeugen und der Spiegelung der Skyline etwas mehr Dynamik verleihen. Zu guter Letzt wollte ich den Scheinwerfer am Baukran mittels meiner gewählten Blende zu einem schönen, gleichmäßigen Stern „formen“.

Nach drei, vier Versuchen, hatte ich mein gewünschtes Zielfoto im Kasten und es ist unser Januar-Neuzugang für unsere Citylights-Galerie, aus der alle Bilder in unterschiedlichen Formaten hinter Acrylglas und mit SlimeLine-Rahmen bei uns bestellt werden können. 🙂

Bei Interesse an einem unserer Citylights-Bilder sprechen Sie uns bitte an!

Aufnahmedaten:

  • 27. Januar 2017, 17:55 Uhr
  • Mainufer Frankfurt (Sachsenhäuser Seite)
  • Canon EOS 5Ds, Canon EF-24-105mm f/4, bei 27mm, Blende 11, 10 Sekunden Belichtungszeit und ISO 100

Vollständiges Equipment:

  • Manfrotto Stativ MK055XPRO03
  • Canon Kamera EOS 5Ds
  • Canon EF-Objektive 16-35mm und 24-105mm jeweils mit durchgängiger Blende von f/4
  • Canon-kompatibler, programmierbarer Fernauslöser AX-3 von Ayex
  • Haida Optical Graufilter (ND 1.8) 64x, den ich an diesem Abend aber nicht gebraucht habe
  • Lowepro Fotorucksack